Geschichte
 

 

 

 

 

 

MGV Paternion 1879

Schon in den Jahren 1860/61 fanden sich in Paternion Männer zusammen, um das Lied im Chorgesang zu pflegen. Auch aus Feffernitz, Feistritz, Pogöriach, Nikelsdorf und anderen Orten waren Männer dabei. Die Gründung des MGV Paternion erfolgte im Jahr 1879. Josef Plazotta, Kaufmann in Paternion, war der erste Obmann und Chorleiter. Das unten gezeigte Bild erinnert uns an das Gründungsjahr, wo uns die Fahnenpatin, Frau Leopoldine Müller, jene Gründungsmitglieder namentlich anführte, die ihr persönlich bekannt und noch in Erinnerung waren.

 

MGV Paternion 1928

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Vom 26. bis 30. Juli 1902 war der MGV Paternion mit 18 Sängern beim VI. Deutschen Sängerbundfest in Graz vertreten. Eine vergoldete Gedenkmünze von künstlerischem Geschmack erinnert an jene Tage. Der Kärntner Sängerbund war damals mit 26. Vereinen und 454 Sängern vertreten. Es folgten Jahre des Auf und Ab und der Erste Weltkrieg raffte manchen Sänger aus unseren Reihen. Unter Christian Scheiflinger, Obmann Josef Müller und Ottokar Resch sammelten sich alt und jung zu neuen Taten, deren Höhepunkt das 50jährige Gründungsfest im Jahre 1929 war. Der Verein erhielt eine neue Fahne. Einige aus der jetzigen Sängerschar waren schon dabei, einige standen als Buben im Schlosshof, lauschten den Gesangsvorträgen der vielen Vereine und waren stolz auf ihren Männergesangsverein Paternion. Zu dieser Zeit gehörten dem MGV folgende Männer an:

 

MGV Paternion 1950

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Es folgten die Dreißigerjahre mit ihren politischen Wirrnissen und der Zweite Weltkrieg. Wieder wurden die Reihen gelichtet. Erst im Feber 1948 erfolgte eine Neubelegung des Vereinslebens. Leo Dunkl, Leopold Reuer, Adolf Clima, Philipp Müller sen. waren die tragenden Säulen. Junge Männer aus Paternion, Pöllan, Feistritz, Pobersach und Nikelsdorf stellten sich in die Reihen des Vereines, dessen Mitgliederzahl auf 45 anstieg. Am 10. Oktober 1950 nahm der Verein in Klagenfurt an der 30-Jahr-Feier zur Kärntner Volksabstimmung teil. Der anfänglichen Begeisterung folgten Abwanderungen, bedingt durch wirtschaftliche, berufliche oder andere Gründe, so dass dem MGV Paternion im Jahre 1950 folgende Männer angehörten:

 

MGV Paternion 1979

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Im Jahre 1955 feierte der MGV Paternion sein 75jähriges Bestandsfest mit Festmesse, Bannerweihe, Weckruf, Platzkonzert, historischem Festzug und Gästesingen im Schlosshof. Der Verein wurde damals mit der Goldmedaille für Heimat und Lied vom Kärntner Sängerbund. Tragende Säulen dieses Festes waren: Obmann Leo Dunkl, Chorleiter Leopold Reuer und Adolf Clima.

Reuer und Clima waren jene Männer, die von 1948 bis 1957 ihre ganze Kraft der Gesangsausbildung des Chores widmeten. Clima gründete im Jahre 1949 das Doppel-Quartett, das in den zwanzig folgenden Jahren anerkennenswerte Erfolge aufzuweisen hatte. Leo Dunkl war der Motor und die Seele dieser Zeit. In dieser Stunde gilt diesen Männern unser Dank!

Ab Jänner 1959 übernahm Edi Schimek die Chorleiterstelle und zum gesanglichen Teil gesellte sich das von ihm gegründete Salonorchester des MGV Weißenstein–Lansach.

Die traditionelle Stefani-Liedertafeln erhielten dadurch ihren musikalischen Rahmen. Singspiele und heitere Stücke wurden eingeflochten, deren Höhepunkt „Der Bremerkeller“ war, mit seinen vier Quartetten, vier Gendarmen, dem Wirt und dem König Wein. Aufgeführt erstmals 1955 in Paternion, 1962 in Mallnitz, eine Wiederaufführung 1970 in Paternion und Weißenstein. Frau Hilde Fuchs war in dieser Zeit unsere treue Begleiterin am Klavier.

Unter Edi Schimek hatte der MGV Paternion mit dem Streichorchester des MGV Weißenstein-Lansach neue Wege beschritten. Es wurden Frühlingskonzerte und bunte Abende eingeführt sowie unsere traditionelle Stefani-Liedertafel mit Musik umrahmt.

Zum Bruderverein St. Magdalen / Villach bestehen seit Jahrzehnten herzliche Verbindungen. Neue Sängerfreundschaften entstanden zum „Jakob-Wöhrer-Chor“ aus Gratkorn, dem Heimatort unseres Chorleiters Edi Schimek. Durch diesen Verein entstanden herzliche Verbindungen zum Liederkranz 1843 E.V. Ladenburg / Nekar, die seit 1963 bestehen. Desgleichen auch zum „Eisenbahnermusikverein Graz“, mit dem wir im September 1964 auf vier Tage in Ladenburg weilten, die zu den schönsten Erinnerungen zählen. Der Gegenbesuch 1970 war der Liederkranz bei unserem 90jährigen Jubelfest das letzte Mal hier. Diesmal begrüßen wir ihn mit über 60 Sängern; er wird unsere Festmesse gestalten.

In den letzten 45 Jahren fanden Sängerfahrten zu Bundes-, Gau- und Gästesingen statt. Aus der Chronik entnehmen wir Sängerfahrten nach: Afritz, Arnoldstein, Bleiburg, Bleiberg-Kreuth, Gratkorn, Graz, Feld am See, Ferlach, Feistritz / Drau, Feistritz / Gail, Hörzendorf, Klagenfurt, Kirchdorf an der Krems, Lansach, Lind ob Velden, Millstatt, Molzbichl, München, Oberfellach, Spittal / Drau, Thörl-Maglern, Waizenkirchen, Zauchen, Zlan, Ebene Reichenau, Hall i. T., Weener / Ostfriesland, Ladenburg / Neckar und Windischgarsten.

 

MGV Paternion 1990

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Im Jahre 1979 verließ Edi Schimek den MGV nach 20jähriger Tätigkeit als Chorleiter. Mit Dir. Helmut Smole wurde ein junger Chorleiter gefunden, der den Chor bis 1985 leitete. Im Jahre 1985 übernahm erstmals eine Frau die Leitung des MGV Paternion. Mit Frau Karin Piery, Tochter des Obmannes Philipp Müller, wurde eine ambitionierte Chorleiterin gefunden. Sie versteht es hervorragend, die Sänger zu motivieren, was sie in den erfolgreichen Auftritten unter Beweis stellt.

 

MGV Paternion 1999

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MGV Paternion 2004

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MGV Paternion 2008

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Geschichte des MGV

Ausgehend vom Gründungsjahr 1879 können Sie die geschichtliche Entwicklung des Vereins verfolgen.

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